Hintergründe und Ziele



„Keine naturwidrige Handlung bleibt ohne Folgen. Kein natürliches Prinzip kann man unbestraft verletzen, keine natürliche Ordnung beseitigen ohne Gefahr für sich selbst. Die Einordnung des Menschen in die Ordnung der Schöpfung ist eine unabdingbare Voraussetzung für sein Leben“. (Dr. Hans Peter Rusch)

Der Biologische bzw. Ökologische Landbau ist eine Anbaumethode, die versucht die Kreisläufe der Natur zu nutzen, um eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben.
Die Gründerväter (Hans Müller, Hans Peter Rusch, Lady Eve Balfour, Rudolf Steiner) beobachteten die negativen Auswirkungen einer immer industrieller werdenden Landwirtschaft. Sie kritisierten die zunehmende Abhängigkeit der Bauern von Düngemittel- und Saatgutfirmen und wollten dem Landwirt helfen, seine Eigenständigkeit wieder zurück zu gewinnen. Außerdem stellten sie die Gesundheit und Lebendigkeit von Lebensmitteln in den Mittelpunkt, welche nur durch die Erhaltung eines gesunden Bodens erzielt werden kann.

Es ist das Ziel von Bioland Südtirol und seiner Mitglieder, den Biologischen Landbau in Südtirol quantitativ zu vermehren und qualitativ weiter zu entwickeln. Durch die Vergrößerung der biologisch bewirtschafteten Landwirtschaftsfläche steigt die Artenvielfalt (Biodiversität) , weil die Ausbringung von chemisch-synthetischen Pestiziden und leicht löslichen Düngemitteln auf biologisch bewirtschafteten Flächen untersagt ist. Damit verbessert sich auch die Lebensqualität für den Landwirt, die Bewohner der Region und ihren Gästen. Regionale Lebensmittelkreisläufe sollen verstärkt und Transportkosten minimiert werden. Aufgrund einer qualitativen Weiterentwicklung der biologischen Anbaumethode können die ökologischen Spielregeln der Natur immer mehr in die Landwirtschaft integriert werden.

Bioland Südtirol unterstützt eine moderne Landwirtschaft, die sowohl ökologisch, als auch ökonomisch zukunftsfähig ist. Dabei werden auch aktuelle Probleme, wie Klimaerwärmung, Bodendegradation und Pestizidproblematik in die öffentliche Diskussion gestellt und nach Lösungswegen gesucht.